Gesunder Honig aus dem Hickengrund

   Honigwaabe

In meiner Imkerei lege ich großen Wert auf naturbelassenen Honig. Ernte und Verarbeitung erfolgen nach den strengen Richtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V (DIB):  Qualitätsrichtlinien DIB

Im Siegerland wird vorwiegend Blütenhonig und - jedoch nicht in jedem Jahr - Waldhonig geerntet. In der Regel ist der Siegerländer Honig ein gesunder und inhaltsreicher Mischhonig. Das Verhältnis zwischen Blütenhonig und Waldhonig ist von Schleuderung zu Schleuderung unterschiedlich. Das ist an der Farbe des Honigs zu erkennen. Die Farbschattierungen reichen von hellgelb bis fast schwarz..

Um Ihren Honigmagen (40-50mg) zu füllen, muss die Biene z.B. 1500 Kleeblüten anfliegen. Bis 500g Honig (Inhalt von einem Honigglas) entstanden ist, müssen die Bienen den Nektar von rund 2 Millionen Blüten sammeln - und entsprechend zu Honig verarbeiten.

Der Honig besteht aus: Fruchtzucker, Traubenzucker, Mehrfachzucker Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Fermenten und Wasser. Diese Zusammensetzung aus unterschiedlichen Inhaltsstoffen macht einen guten Honig aus.  Gemäß der Richtlinie des Deutschen Imkerbundes darf ein Honig im DIB-Honigglas einen Wassergehalt von max. 18% haben. Eine Ausnahme bildet dabei der Heidehonig. Dieser darf auf Grund seiner normalen Zusammensetzung einen höheren Wassergehalt haben.

Honig ist ein Naturprodukt. Daher kann er sich während der Lagerzeit verändern. Das Kristallisieren ist ein ganz natürlicher Prozess, welcher bei jeder Honigsorte früher oder später eintritt. Der Zeitpunkt der Kristallisation ist abhängig vom Verhältnis zwischen Trauben- und Fruchtzucker, dem Wassergehalt und der Lagertemperatur des Honigs. Helle Honige mit einem hohen Fruchtzuckeranteil (Blütenhonige) kandieren schneller als dunkle Honige (Waldhonig) welche einen höheren Anteil von Traubenzucker enthalten.

Einmal kristallisierter Honig kann im Wasserbad  bei einer Temperatur von 38° bis max 40°C wieder flüssig gemacht werden. Ist die Temperatur höher, werden die hitzeempfindlichen, wertvollen Inhaltsstoffe des Honig zerstört. Das Erwärmen darf aber auf keinen Fall in der Mikrowelle erfolgen!!! In der Mikrowelle werden die wichtigen, gesunden Inhaltsstoffe des Honigs zerstört!!!

Manchmal kommt es vor, dass an der Innenwand der Gläser stellenweise eine Weißfärbung zu sehen. Diese Weißfärbung kann dadurch entstehen, dass während der Kristallisation zwischen Honig und Glas ein winziger Luftzwischenraum entstanden ist. Diese eingelagerte Luft führt zu einer optischen Aufhellung der Honigkristalle, die sogenannte Blütenbildung. Diese Blütenbildung beeinflusst aber weder Qualität noch Geschmack des Honigs. Wird der Honig dann bei Raumtemperatur gelagert, verschwindet diese Weißfärbung in der Regel wieder.

Der Honig sollte im Idealfall in ungeheizten Räumen, beispielsweise im Keller oder in der Vorratskammer, bei einer gleichmäßigen Temperatur zwischen 12°C und 16°C gelagert werden. Eine Lagerzeit von 2 Jahren und länger ist unter diesen Bedingungen ohne Qualitätsverlust möglich. Da die hitzeempfindlichen Bestandteile des Honigs erst bei über 40°C zerstört werden, kann er auch bei Zimmertemperatur ohne große Qualitätseinbußen aufbewahrt werden. Vermieden sollte allerdings die direkte Bestrahlung mit Sonnenlicht oder Neonlicht. DENN: Im Bienenstock lagert der Honig auch im Dunkeln!